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„Morning Glory” im Kino: Harrison Ford als moderierender Miesepeter
von Fabian Soethof am 13. Januar 2011
Vom Abendhit ins Frühstücksfernsehen: „Morning Glory“ versucht sich als Mediensatire und Liebeskomödie. Wir trafen die Hauptdarsteller Harrison Ford und Rachel McAdams sowie den Regisseur Roger Michell zum Interview.
Erfolg vs. Liebe, Unterhaltung vs. Information Die Lokalsender-Produzentin Becky Fuller (Rachel McAdams) kann ihr Glück kaum glauben: Nach ihrem überraschendem Rausschmiss bekommt sie einen neuen Job bei „Daybreak“, der Morning Show im New Yorker Sender IBS. Was sie nicht ahnt: Programmchef Jerry Barnes (Jeff Goldblum) hat die Aufgabe, den heruntergewirtschafteten Laden zu schließen. Will sie ihren Job und ihr Gesicht bewahren, muss die scheinbar überforderte Becky also alles tun, um die Einschaltquoten innerhalb weniger Wochen in die Höhe zu treiben. Sie kündigt dem neurotischen Anchorman und versucht fortan alles Erdenkliche, ihren alten Helden Mike Pomeroy (Harrison Ford), den grimmigen Dinosaurier des Senders, für den Job zu gewinnen – der als erfahrener Nachrichtenjournalist von der Idee genauso wenig begeistert ist wie die nicht minder narzisstische Co-Moderatorin Colleen Peck (Diane Keaton). Und nebenbei trifft die naive wie süße Becky, natürlich, einen äußerst smarten jungen Mann aus der Nachbarabteilung (Patrick Wilson). Das Chaos der Leidenschaften kann beginnen.
„Ob Becky wegen ihrer Unwiderstehlichkeit oder wegen ihrer fachlichen Kompetenz am Ende Erfolg hat? Gute Frage“, findet Rachel McAdams, deren eigene Karriere nach frühen Teenie-Komödien über „Wie ein einziger Tag“ und „Sherlock Holmes“ nun steil nach oben geht und die privat auf greenissexy.org über Dildo-Recycling und andere ökologische Spielereien bloggt. „Mit Honig fängt man mehr Fliegen“, sagt sie schließlich und lächelt ihr unwiderstehlichstes Lächeln. Und ob Erfolg die Liebe nach sich zieht? „Schön wär’s!“. „Morning Glory“, mit der 32-jährigen McAdams in ihrer ersten großen Hauptrolle, arbeitet sich oft unterhaltsam an den großen und kleinen Fragen der Medienbranche im Besonderen und des Berufsleben im Allgemeinen ab: Liebe oder Erfolg? Unterhaltung oder Information? Für eine Mediensatire sind die Seitenhiebe nicht bissig genug, für eine romantische Liebeskomödie ist der Cast eigentlich zu stark: Harrison Ford glänzt zwar als misanthroper Journalisten-Opa, der plötzlich vor der Kamera Omelett brutzelt und auch privat nach dem Aufstehen zuerst den Fernseher einschaltet, bleibt aber drehbuchgemäß unter seinen Möglichkeiten. Ford macht den Pomeroy
Frühstückskomödie: ab 13. Januar 2011 im Kino Ähnliche Artikel Simone Felice, bisher als Schlagzeuger von The Felice Brothers und Frontmann von The Duke & The… Keine Punchlines, kein Humor, keine Pointen: Nilz Bokelberg stichelt gegen seinen Ex-Konkurrenten… Mehr Pop als zuletzt: Gossip wollen mit „A Joyful Noise“ ganz nach oben. Durch dreierlei… Smart erzählt und actionreich umgesetzt: „21 Jump Street“, nach der RTLplus-Serie aus den… Mode-, Lesben- und Rrriot Grrl-Ikone Beth Ditto (31) und ihre Band Gossip im Interview über… |