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„Hana, Dul, Sed” im Kino: Nordkorea und der Frauenfußball
von Michael Pöppl am 23. Juni 2011
Fußballspielen für Kim Jong-Il: Der Kinofilm „Hana, Dul, Sed“ dokumentiert den sozialistischen Aufstieg der nordkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen zum WM-Titelfavoriten.
Der Film „Hana, Dul, Sed“ beginnt 2001, als die nordkoreanischen Kickerinnen zum ersten Mal die Asienmeisterschaft gewinnen. Sie trainieren hart für ihr Land. Dafür sind sie privilegiert, bekommen größere Wohnungen und Sonderrationen bei den Lebensmitteln. Doch als das Team 2004 die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen verpatzt, wird die Mannschaft drastisch verjüngt. Die vier Heldinnen des Rasens fallen in Ungnade, müssen mit dem Fußball aufhören und sich neue Jobs im sozialistischen Alltag suchen. Auch dabei bleibt Regisseurin Weich ganz nah dran. Vieles im unkommentierten Film ist aus europäischer Sicht gewöhnungsbedürftig. Immer ist ein Funktionär in der Nähe, die sonst unterschiedlichen Fußballerinnen loben einhellig den „General“ (Kim Jong-Il), Zweifel am konservativen Frauenbild in Nordkorea haben sie nicht: „Wir heiraten alle, wenn wir mit dem Sport aufhören!“ Dennoch sind Weichs angepasste Protagonistinnen hochsympathisch. Vielleicht, weil sie in ihren früheren Leben das taten, was nordkoreanische Frauen normaler Weise nicht dürfen: Ball und Gegnerin treten, kämpfen, schwitzen und sich dreckig machen. Im Vorfeld der WM galt Nordkorea übrigens als Geheimfavorit auf den Titel. Kinostart: 9. Juni 2011 Ähnliche Artikel „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann hat F. Scott Fitzgeralds Klassiker „Der große… Cascada for last! Nilz Bokelberg erhofft sich für Deutschland eine pädagogisch wertvolle… Martin Freund begibt sich auf die Spuren von King Henry VIII. und seiner Vielweiberei. Mit dabei… Jared Leto macht wieder Musik. Ein neues Album mit seiner Band ’30 Seconds To Mars’ kommt… Mit „Tanz der Teufel“ verhalf Sam Raimi dem Splatterfilm 1981 zu seinem endgültigen…
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