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Die Beatsteaks über „Boombox”: „Das muss auch im Auto gut klingen!”
von Nadine Lischick am 18. Januar 2011
Sechs Alben und kein bisschen müde: Drei Jahre nach „Limbo Messiah“ veröffentlichen die Beatsteaks aus Berlin „Boombox“ und bestätigen im Interview: „Wir sind größer geworden als wir jemals dachten.“ Wer sich davon selbst überzeugen möchte, kann mit uns vorab in das neue Album reinhören.
Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein: Immer wieder rollte dieser Wagen den Sunset Boulevard in Los Angeles auf und ab – die Musik darin so laut, dass man sie auch durch die Scheiben problemlos hören konnte. Auf dem Fahrersitz Produzent Nick Launay, der für den Mix des neuen Beatsteaks-Albums „Boombox“ verantwortlich ist und hoch konzentriert zuhörte, hinten auf der Rückbank Arnim Teutoburg-Weiß. Genau so prüften der Beatsteaks-Sänger und Launay die neuen Songs der Band nämlich auf Herz und Nieren. „Im Studio klingt alles immer super, da sind Boxen, die 10.000 Euro kosten“, erklärt Teutoburg-Weiß. „Deswegen spielen wir die neuen Stücke immer da, wo schlechte Boxen sind – auf dem Computer, dem Ghettoblaster oder eben im Auto. Wenn es da noch gut klingt, klingt es wirklich gut.“ Und das tut „Boombox“, das sechste Album der Berliner Band, in der Tat. So abwechslungsreich klangen die Beatsteaks nämlich noch nie. Da ist der sperrige Opener „Fix It“, auf „Access Adrenalin“ gibt es Beatsteaks-typischen Power-Pop und mit „Behaviour“ die obligatorische, von Gitarrist Bernd Kurtzke gesungene 1-Minute-20-Punk-Nummer. In „Let´s See“ derweil verzieren die fünf Reggae mit quietschender Orgel, in „Under A Clear Blue Sky“ offenbart Gitarrist Peter Baumann seine Liebe für Weezer und in „Cheap Comments“ klingt Teutoburg-Weiß plötzlich wie Anthony Kiedis gemischt mit Nick Cave. Diese Vielfalt erklärt sich Teutoburg-Weiß so: „Ich glaube das macht der Proberaum.“ Statt in ein Studio zu gehen, Und das, nachdem die Berliner zunächst gar nicht so richtig wussten, wie es weitergehen soll. Drei Jahre und zehn Monate ist es her, dass ihr letztes Album „Limbo Messiah“ erschienen ist. Für die Beatsteaks eine halbe Ewigkeit. „Die Pause war definitiv zu lang“, so Teutoburg-Weiß. „Es hat zwar keiner ausgesprochen, aber ich glaube wir hatten alle Angst, dass einer von uns danach kommt und sagt wir sollten es lassen. Denn wir haben ja alles geschafft, wir sind größer geworden, als wir je gedacht hätten.“ In der Tat. Haben die Beatsteaks als Punk-Band angefangen, so sind sie mittlerweile eine der erfolgreichsten deutschen Bands, treten als Headliner bei Festivals wie dem Hurricane oder Rock am Ring auf. Eine ihrer beiden Shows in der Berliner Wuhlheide im Juni ist schon jetzt ausverkauft und nach ihrer Tournee durch Deutschlands Hallen im März führt es sie dieses Mal sogar in Länder wie Frankreich, Finnland, Dänemark, Polen, England und Spanien. Die Beatsteaks werden mit jedem Album größer. Und so dachte zum Glück keiner von ihnen ans Aufhören. Im Gegenteil. „Hier ist gerade so eine Geborgenheit und Nestwärme am Start“, sagt Teutoburg-Weiß. „wir fangen gerade erst wieder an, da geht noch einiges!“ Punkrock für alle: Weiterlesen: Die Beatsteaks im Weihnachtsinterview Tourdaten 2011: 02.03. Saarbrücken – E-Werk
09.03. Frankfurt – Jahrhunderthalle 10.03. Erfurt – Thüringenhalle 12.03. Ludwigsburg – Arena 14.03. Münster – MCC Halle Münsterland 15.03. Bremen – Halle 7 16.03. Hannover – AWD Hall 18.03. Bamberg – Stechert Arena 19.03. Dortmund – Westfalenhalle 1 22.03. Hamburg – Sporthalle 24.03. München – Olympiahalle 25.03. Leipzig – Arena 26.03. Bielefeld – Seidensticker Halle 10.06. Berlin – Kindl-Bühne Wuhlheide 11.06. Berlin – Kindl-Bühne Wuhlheide (ausverkauft)
02.07. Dresden – Filmnächte am Elbufer
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